Zurück zur Startseite
Konzertkritik

28.01.2018, Wilnsdorf, Katholische Kirche St. Martinus, Benefizkonzert für "Ekukhanyeni",

Siegener Zeitung, 31.01.2018

"Verrückte Weiße" am richtigen Ort

Helmut Jost und Siegen Gospel Choir musizierten zugunsten von Helga Josches Verein Ekukhanyeni

Bildunterschrift: Am Ende der gelungenen Benefizveranstaltung zugunsten des Vereins Ekukhanyeni in der katholischen Kirche St. Martinus in Wilnsdorf gab es aus den Händen von Initiatorin Helga Josche Rosen für die Chormitglieder und Chorleiter Helmut Jost.

(hajo) Wunderbare Meoldien für eine wundervolle Frau und für ein wunderbares Projekt in Südafrika: Mit 15 ausgesuchten und sinnvoll arrangierten Gospelsongs umrahmten Helmut Jost und der Siegen Gospel Choir am Sonntagnachmittag die Benefizveranstaltung zugunsten des Vereins Ekukhanyeni (Berg des Lichts und der Hoffnung) in der katholischen Kirche St. Martinus in Wilnsdorf. Und die hatte sich auch bei der vierten Veranstaltung im vierten Jahr gut gefüllt, als die Initiatorin und gebürtige Wilnsdorferin Helga Josche ihr Projekt, südafrikanischen Kindern zu helfen, die durch Aids zu Waisen geworden sind, erneut vorstellte und dabei nicht nur den Gönnern und Spendern einen Überblick gab, was mit dem Spendengeld in der Provinz Kwazulu-Natal eigentlich so alles bewirkt wird.

Die "verrückte Weiße", wie sie in Südafrika auch liebevoll genannt wird, lebt schon seit vielen Jahren unweit der Stadt Harburg und hat dort den Verein gegründet, dessen wichtigstes Grundprinzip Hilfe zur Selbsthilfe ist. Vier Tagesstätten und eine Suppenküche wurden mittlerweile zum Teil auf sehr abenteuerliche Weise gebaut. Hier werden Waisenkinder überwiegend im Kindergartenalter betreut und mit einer warmen Mahlzeit, Kleidung und Spielzeug versorgt.

Um den Kindern eine Perspektive für eine bessere Zukunft zu geben, zahlt Ekukhanyeni auch nötiges Lehrmaterial, Schuluniformen sowie das Schulgeld für bedürftige Kinder. "Wenn ich morgens losfahre, habe ich den Kofferraum meines Autos voll mit Obst und wichtigen Utensilien, die von der Gasflasche bis hin zum Bleistift reichen", erklärt Helga Josche, die in einem 150 Kilometer großen Gebiet auf der "schwarzen Seite" arbeitet, in das bislang kaum ein Weißer vorgedrungen ist. Geschweige denn eine Weiße. Damit will sie nicht nur den Ärmsten helfen, sondern auch "Brücken bauen", verrät sie und fügt an: "Ich bin mutig, aber nicht übermütig."

Irgendjemand habe sie in die Region geschickt, und aus der Nummer käme sie nicht mehr raus. Aber, so Josche abschließend: "Ich bin am richtigen Ort und tue das Richtige, sonst würde Gott mich nicht unterstützen."

Damit schloss sie ihren Vortrag, der eingebettet war in ein einfühlsames Konzert mit dem Siegen Gospel Choir unter der Leitung von Helmut Jost, der mit schwungvollen Liedern und leisen Tönen sowie anspruchsvollen Texten wieder wahre Glaubens- und Lebensfreude versprühte.

Erst zaghaft, dann doch vermehrt klatschten die Besucher bei den Gospelsongs in die Hände und machtem im Rhythmus mit. Nur das Mitsingen bei "Lord We Pray", das Helmut Jost ins Deutsche übersetzte, stieß auf wenig Resonanz. Bereits zum zweiten Mal unterstützte der Siegen Gospel Choir die Benefizveranstaltung, und Helmut Jost versprach auch im nächsten Jahr zu kommen, wenn "Helga wieder da ist." Und dafür bedankte sich Helga Josche bei allen im Chor mit Rosen zum Abschied.



zurück
Alle Seiten im Überblick:
Startseite

Informationen


Aktuelles
Termine

Konzerte


Songs
Presse

Impressum/Datenschutz

Kontakt